Dieses Blog durchsuchen

Montag, 19. August 2013

Ein Regenmantel für Charlotte

Ab Oktober soll Klein-Charlotte in die KiTa gehen. Ich möchte ihr dafür gern einen Regenmantel nähen (und wünschte, es gäbe auch eine Möglichkeit ihr Gummistiefel zu "basteln"...).

Ich habe mich für ein Schnittmuster von Amy Butler ("Rainy Days Hooded Raincoat and Runabout Jacket") entschieden und einen laminierten, türkisfarbenen Stoff mit rosa Punkten ausgesucht. Mit laminiertem Stoff habe ich noch nie gearbeitet. Genausowenig habe ich je Knopflöcher genäht. Dieses Projekt stellt mich auf die Probe. Ich freue mich auf die Herausforderung.

Damit ich den teuren Stoff nicht verhunze (und überhaupt bin ich einfach zu ungeduldig um auf die extra Sachen für die Arbeit mit laminiertem Stoff zu warten), habe ich entschieden zunächst die Jackenversion aus einem alten, robusten IKEA-Stoff zu nähen. Hier ist das vorläufige Ergebnis (noch ohne Knopflöcher, Knöpfe und Gürtel):


Die Jacke fällt recht groß aus; die kleinste Größe im Schnittmuster ist die 3T. Ich habe mich für die "gathered pocket" Variante entschieden, denke aber, dass ich für den Regenmantel besser die "flap" Version nähe.

Was ist das Besondere am Nähen mit laminiertem Stoff?
---Beschreibung folgt---

Dienstag, 16. Juli 2013

Baumarktexkurs. Charlotte bekommt eine Kreidetafel.

Richtig lange geistert da schon diese Idee in meinem Kopf herum für meine Tochter eine Kreidetafel zu "basteln". Jetzt bin ich es endlich angegangen. Gestern habe ich im Baumarkt den Holzträger und die Kreidetafelfarbe gekauft; heute habe ich Teil 1 abgeschlossen.

Kreidetafel Teil 1: Kreidetafelfarbe auftragen.



Am besten die Arbeitsunterlage mit ausreichend Zeitungspapier vor eventuellen Farbspritzern schützen. Ein wenig Farbe zum Arbeiten habe ich in eine Frischkäsedose abgefüllt.
Nun kannst du entweder die gesamte Fläche streichen oder, so wie ich, nur einen Teil. Ich wollte gern, dass das Holz am Rand noch sichtbar bleibt und die Ecken schön abgerundet sind.
Dazu habe ich mir auf die Schnelle eine Papierschablone erstellt: Einen fünf Zentimeter breiten Rand auf einem Blatt Papier abmessen und die entstandene innere Ecke mit einem Trinkglas abrunden. Ich habe dann einfach vier Blätter übereinander gelegt und alle direkt auf einmal zugeschnitten. Die Innenkanten der entstandenen Winkel mit doppelseitigem Klebeband bekleben und auf die Ecken des Holzträgers drücken.
Die Zwischenräume mit regulärem Abklebeband abdecken--schon kann's losgehen mit dem Streichen!
Zuerst in die eine Richtung. Antrocknen lassen. Dann in die andere Richtung. Ich bin dann noch ein drittes Mal drüber gegangen, damit auch wirklich alles schön deckend gestrichen ist.

Kreidetafel Teil 2: Kreidetafel an der Wand befestigen.

Position der Bohrungen abmessen.


Ins Holz bohren.



Mit Wasserwaage und Bleistift an Wand anzeichnen (durch die gebohrten Löcher im Holz hindurch). Passende Dübel rein. Schrauben rein. Hängt!


Kreidetafel Teil 3: Kreidetafel einweihen.

Das ist ein wichtiger Schritt, wenn man nicht möchte, dass das erste Werk auf der Kreidetafel verewigt wird. Bei Kreidetafeln geht es doch gerade um die Vergänglichkeit! Kleine Rillen im Untergrund (Holz) können jedoch ohne eine erste "Kreidebehandlung" die ersten Striche unauslöschbar werden lassen.
Deshalb macht es Sinn vorm ersten Schreiben oder Malen auf der Kreidetafel, diese mit Kreide einzureiben, damit eben diese ganzen Unebenheiten quasi mit Kreide geebnet werden. Der Spaß sieht dann so aus:










Und jetzt kann's losgehen!



Was kann man mit dem Rest Kreidetafelfarbe machen?

---Beschreibung folgt---

Montag, 15. Juli 2013

Eine Patchwork-iPad-Tasche nähen

Als Geburtstagsgeschenk habe ich aus einem IKEA-Geschirrtuch (BESKUREN; Baumwoll-Leinen-Gemisch), drei Stoffen von Jo-Ann Fabric und einem alten Knopf diese Tasche genäht.
 
Meine Version: Patchwork-iPad-Tasche
Ich war auf der Suche nach Inspiration auf die Seite fatquarterly.com gestoßen und fand dort die Anleitung von Melissa Davin-Smith und ihren Entwurf für die "Fat Quarterly Long Threads Quilt block Challenge".

Tasche: Blogeintrag "Quilt Blocks – (day 3) Melissa, your handmade home"

Beim Nähen habe ich entschieden, einen Streifen des Blumenprint-Stoffes auch auf der Rückseite einzufügen. Außerdem wollte ich nicht, dass der Futterstoff von außen zu sehen ist. Die Einfassung mit einem Schrägband (Tascheneingriff) habe ich auch weggelassen; ich fand, das stört nur das Quiltmuster.
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass das iPad auch in die Tasche passt. Ich habe mich an den Maßen von der Apple-Webseite orientiert. Das iPad kaufen wir dann nächsten Monat.

...

Der nächste Monat ist gekommen, das iPad gekauft, doch: Die Tasche ist zu klein!
Das iPad also ausgemessen und alles neu berechnet. Bei der Größe der Patchwork-Quadrate wollte ich diesmal ganz genau sein und habe für alle die entsprechenden Nahtzugaben einzeln ausgerechnet (schmalere zwischen den Quadraten und breitere an den Rändern zu Innenstoff und Außenstoff). Nach dem Nähen sollten diesmal nämlich alle genau gleiche Quadrate sein (und nicht am Rand schmaler oder breiter) und in der Gesamtheit wiederum ein Quadrat (24x24 cm) ergeben. Ein unglücklicher Rechenfehler, den ich zu spät bemerkte, hat aber genau dazu geführt: Die Randstücke sind ungleichmäßig und schmaler als die anderen. Grrrrr.

Aber von vorn: Nach der Neuberechnung der Maße, habe ich den Stoff zugeschnitten und weil mir die Farb-Muster-Kombination der ersten Tasche so gefallen hat, habe ich wieder die gleichen Stoffe benutzt.

Zugeschnittener Innenstoff und Patchwork-Quadrate; Handtuch für den Außenstoff.

Zuerst habe ich die Quadrate für die Außentasche zusammengenäht: Am besten funktioniert das streifenweise. Also mit dem untersten Quadrat einer Längsreihe beginnen, am zweiten Quadrat rechts auf rechts feststecken (Vorsicht: Bei manchen Mustern, wie bei meinem in diesem Fall, ist es auch wichtig oben und unten zu beachten.). Nähen. An der oberen Kante des zweiten Quadrats dann die Unterseite vom dritten Quadrat feststecken und nähen. Das gleiche mit der oberen Kante vom dritten Quadrat an der Unterkante vom obersten, vierten Quadrat wiederholen. Dann weiter mit der zweiten Längsreihe, der dritten und vierten. Das Ganze sollte dann so hier aussehen:

Als nächstes werden die Längsseiten genäht. Mit dieser Methode und einheitlicher Nahtzugabe sollten jeweils die vier Ecken ganz exakt aufeinandertreffen.


Das war der Moment, in dem mir bewusst wurde, dass ich schon beim Errechnen der Größe der Quadrate einen entscheidenden Fehler gemacht hatte: Sie waren alle fast zwei Zentimeter zu klein. Damit hatte das fertige Patchworkstück auch nicht die richtige Größe. Der Einfachheit halber habe ich zwei weitere Patchworkstreifen (mit den "falschen" Maßen) genäht, die ich einmal rechts und einmal links an das zu klein geratene Stück annähte. Das fertige Patchwork sah dann bei mir so aus:


Auf den zugeschnittenen Außenstoff sowie den Innenstoff für die Tasche habe ich Vlieseline H630 gebügelt.


Ja, auf dem zweiten Bild ist richtig gut zu sehen, welche Maße mein "perfektes" Patchworkstück für die Tasche gehabt hätte (siehe Zuschnitt Vlieseline) und dass das entstandene Patchwork an den Seiten getrimmt werden musste (bye-bye, perfekte Quadrate!) und in der Höher kürzer als geplant wurde.

Mit dem richtigen Knopf, den ich trotz großer Knopfsammlung noch zukaufen musste, hier das Endergebnis: Das Geburtstagsgeschenk für meine Mutter.

Foto folgt in aller Kürze!