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Montag, 15. Juli 2013

Eine Patchwork-iPad-Tasche nähen

Als Geburtstagsgeschenk habe ich aus einem IKEA-Geschirrtuch (BESKUREN; Baumwoll-Leinen-Gemisch), drei Stoffen von Jo-Ann Fabric und einem alten Knopf diese Tasche genäht.
 
Meine Version: Patchwork-iPad-Tasche
Ich war auf der Suche nach Inspiration auf die Seite fatquarterly.com gestoßen und fand dort die Anleitung von Melissa Davin-Smith und ihren Entwurf für die "Fat Quarterly Long Threads Quilt block Challenge".

Tasche: Blogeintrag "Quilt Blocks – (day 3) Melissa, your handmade home"

Beim Nähen habe ich entschieden, einen Streifen des Blumenprint-Stoffes auch auf der Rückseite einzufügen. Außerdem wollte ich nicht, dass der Futterstoff von außen zu sehen ist. Die Einfassung mit einem Schrägband (Tascheneingriff) habe ich auch weggelassen; ich fand, das stört nur das Quiltmuster.
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass das iPad auch in die Tasche passt. Ich habe mich an den Maßen von der Apple-Webseite orientiert. Das iPad kaufen wir dann nächsten Monat.

...

Der nächste Monat ist gekommen, das iPad gekauft, doch: Die Tasche ist zu klein!
Das iPad also ausgemessen und alles neu berechnet. Bei der Größe der Patchwork-Quadrate wollte ich diesmal ganz genau sein und habe für alle die entsprechenden Nahtzugaben einzeln ausgerechnet (schmalere zwischen den Quadraten und breitere an den Rändern zu Innenstoff und Außenstoff). Nach dem Nähen sollten diesmal nämlich alle genau gleiche Quadrate sein (und nicht am Rand schmaler oder breiter) und in der Gesamtheit wiederum ein Quadrat (24x24 cm) ergeben. Ein unglücklicher Rechenfehler, den ich zu spät bemerkte, hat aber genau dazu geführt: Die Randstücke sind ungleichmäßig und schmaler als die anderen. Grrrrr.

Aber von vorn: Nach der Neuberechnung der Maße, habe ich den Stoff zugeschnitten und weil mir die Farb-Muster-Kombination der ersten Tasche so gefallen hat, habe ich wieder die gleichen Stoffe benutzt.

Zugeschnittener Innenstoff und Patchwork-Quadrate; Handtuch für den Außenstoff.

Zuerst habe ich die Quadrate für die Außentasche zusammengenäht: Am besten funktioniert das streifenweise. Also mit dem untersten Quadrat einer Längsreihe beginnen, am zweiten Quadrat rechts auf rechts feststecken (Vorsicht: Bei manchen Mustern, wie bei meinem in diesem Fall, ist es auch wichtig oben und unten zu beachten.). Nähen. An der oberen Kante des zweiten Quadrats dann die Unterseite vom dritten Quadrat feststecken und nähen. Das gleiche mit der oberen Kante vom dritten Quadrat an der Unterkante vom obersten, vierten Quadrat wiederholen. Dann weiter mit der zweiten Längsreihe, der dritten und vierten. Das Ganze sollte dann so hier aussehen:

Als nächstes werden die Längsseiten genäht. Mit dieser Methode und einheitlicher Nahtzugabe sollten jeweils die vier Ecken ganz exakt aufeinandertreffen.


Das war der Moment, in dem mir bewusst wurde, dass ich schon beim Errechnen der Größe der Quadrate einen entscheidenden Fehler gemacht hatte: Sie waren alle fast zwei Zentimeter zu klein. Damit hatte das fertige Patchworkstück auch nicht die richtige Größe. Der Einfachheit halber habe ich zwei weitere Patchworkstreifen (mit den "falschen" Maßen) genäht, die ich einmal rechts und einmal links an das zu klein geratene Stück annähte. Das fertige Patchwork sah dann bei mir so aus:


Auf den zugeschnittenen Außenstoff sowie den Innenstoff für die Tasche habe ich Vlieseline H630 gebügelt.


Ja, auf dem zweiten Bild ist richtig gut zu sehen, welche Maße mein "perfektes" Patchworkstück für die Tasche gehabt hätte (siehe Zuschnitt Vlieseline) und dass das entstandene Patchwork an den Seiten getrimmt werden musste (bye-bye, perfekte Quadrate!) und in der Höher kürzer als geplant wurde.

Mit dem richtigen Knopf, den ich trotz großer Knopfsammlung noch zukaufen musste, hier das Endergebnis: Das Geburtstagsgeschenk für meine Mutter.

Foto folgt in aller Kürze!


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